Über die Zustände in der Ausländerbehörde in Marburg wurde in der letzten Zeit einiges in der Zeitung berichtet. Seit mehreren Monaten gehen die „Beschwerden“ der Betroffenen an die Verantwortlichen. Es fanden Gespräche zwischen den Vertreter/innen der Migranten und der Stadt statt. Lösungsansätze wurden angesprochen und es hat sich auch etwas in der Personalfrage bewegt. Dennoch sind die Zustände in der Behörde schlimmer, als man noch weiteren Monaten auf neue Lösungen warten könnte.

Als Flüchtlinge nach Marburg kamen, bewegte sich vieles auf einmal. Ein Camp in Cappel und später ein ganzes Gebäude in Gisselberg. Als es um den Deutschunterricht von Migranten ging, gab es auch sehr schnell Lösungen für die vhs-Marburg.

Aber, wenn es um alltägliche Probleme der Migranten vor den Türen der Ausländerbehörde geht, sucht man nach längerfristige Lösungen, nach Personal, die man (angeblich) nicht findet, da die Anforderungen zu hoch seien. Räumlichkeiten sind zwar geplant, aber man wisse nicht ab wann und wie.

An dieser Stelle versuche ich lediglich einige der Problemfelder darstellen, um zu verdeutlichen, dass man hier eher viel schneller handeln sollte. Denn unter diesen Voraussetzungen werden Mitarbeiter/innen der Ausländerbehörde weiterhin unter enormen Druck arbeiten müssen. Der Krankheitsstand wird nicht geringer, sondern großer. Menschen, die für eine Angelegenheit drei-vier Mal kommen müssen, damit sie überhaupt eine „Nummer“ ziehen können, um überhaupt bedient zu werden, verlieren irgendwann die Nerven. Die Schwelle der Aggression wird dünner. Die Mitarbeiter/innen der Ausländerbehörde können tun, was sie wollen, ohne Hilfe von außen, werden sie das Problem nicht lösen können.

 

Wenn jemand ein Anliegen hat, muss er um 07:00 Uhr früh da sein, damit er erst um 08:00 ein Ticket ziehen kann. Innerhalb von einigen Minuten kann man kein Ticket mehr ziehen. Die „Nummer“ für den Tag sind in wenigen Minuten gezogen. Nun muss der Letzte, der die Nummer gezogen hat, bis ca. 01:00 Uhr warten, bis er bedient wird.

Wer um 08:00 Uhr gekommen ist, muss er am nächsten Tag wieder kommen.

Migranten, die Arbeitnehmer sind und für einen Anliegen bei der Ausländerbehörde einen Urlaubstag nehmen müssen, haben dadurch enorme Probleme. Studierende, die ein Seminar ausfallen lassen müssen, ebenso.

Wenn man zum Genuss eines Tickets gekommen ist, heißt nicht, dass sein Anliegen geklärt wird. Denn heute fehlt dieses und morgen jenes Papier, bzw. der Nachweis für dies oder jenes. Denn es existiert keine einheitliche Vorgaben für allen Mitarbeiter/innen der Behörde. Während ein Mitarbeiter einen Nachweis für eine Frage verlangt, wird dies durch einen anderen Mitarbeiter als nicht notwendig angesehen.

Das heißt, WIEDER an einem anderen Tag kommen und wieder einen halben Tag anstehen. Um 07:00 Uhr dort sein, damit man um 13:00 Uhr bedient wird.

Im letzten Artikel in OP-Marburg wurde durch den Oberbürgermeister auf das allgegenwärtige Problem aller andere Gemeinden und Städten hingewiesen. Aber die Frage hier ist, ob es keine sonstige Lösungsansätze für ein solch akutes Problem geben kann.

Die Mitarbeiter/innen der Ausländerbehörde können aktuell nur agieren.

Die Probleme sind hier zum Teil geschuldet an die erhöhte „Kundenzahlen“. Zum Teil ist es jedoch strukturell bedingt.

Manche Lösungsansätze können keine Beachtung finden, denn was man auch immer vorschlägt, bekommt man zu hören, wie sollten wir mit diesen Mitarbeiterzahlen und in diesen engen Räumen das umsetzen?

Die Mitarbeiter/innen der Ausländerbehörde haben kaum Zeit einmal darüber nachzudenken, welche Probleme in den Arbeitsabläufe liegen, welche nicht.

Es gab Zeiten, in denen in den Arbeitsagenturen, ARGEN und Kreisjobcentren „Schwarze Fluren“ existierte. Da hat die Arbeitsagentur reagiert. Abgesehen von mehr Personal hat man die inneren Abläufe zur Diskussion gestellt. KVs (Kontinuierliche Verbesserung) wurden eingerichtet. Mitarbeiter/innen haben an Verbesserungszirkel teilgenommen und Kunden wurden durch externen Firmen über ihre Erfahrungen mit der Arbeitsagentur befragt. Das so genannte Kundenreaktionsmanagement zeigte Wirkung. Die Kunden haben sich über die Kundenbetreuung, ihre Erfahrung in den Agenturen und mit den Mitarbeiter/innen befragt. Dies natürlich durch neutrale Personen.

Hier in Marburg können die Betroffenen über die Zustände der Ausländerbehörde sagen, was sie wollen. Es hört anscheinend niemand.

Lösungen: Terminierung, Informieren, Überarbeiten von Abläufe, Servicecenter, Eingangszone und v.m.

Denn eine Eingangszone in der Ausländerbehörde, besetzt durch eine sachkündige/n Mitarbeiter/in hätte vorab viele Fragen klären können. Fehlende Unterlagen könnten vorab thematisiert werden. Kunde kommt nicht mit unvollständigen Unterlagen nach vier Stunden Wartezeit zum Mitarbeiter. Für bestimmte Anliegen, die vorab viel mehr Zeit brauchen, könnten feste Termine vergeben werden. So hat der Kunde ebenso Zeit und Vorlauf, diesen Termin mit seinem Arbeitgeber zu klären, Seminare und Arbeitsgruppen besser planen. Nur wer tatsächlich alles mit hat, hätte ein Ticket bekommen können.

Eine geregelte Vertretung der Mitarbeiter/innen untereinander, und feste Zuständigkeiten für unterschiedlichen Zielgruppen (Flüchtlinge, Studierende, Arbeitnehmer, Selbständige, Arbeitserlaubnis, usw.) könnten zu mehr Arbeitserleichterung führen. Teil der Arbeit hätte durch eine Vorsprache erledigt werden können, wenn die Eingangszone die Unterlagen entgegen nehmen und diese an den zuständigen Mitarbeitern weiterleiten würde.

Eine einfache Frage lautet an dieser Stelle, wie oft ein Student, der neu in Marburg angekommen ist, zur Ausländerbehörde gehen muss, bis er seinen Aufenthaltstitel erhalten kann?

Besteht die Möglichkeit diese vier bis fünf Besuche von vorn heran auf zwei zu reduzieren?

Könnte man nicht durch ein Merkblatt, welches man am Eingang beim ersten Besuch durch die Eingangszone bekommen könnte, und erst dann sich meldet, wenn alle Unterlagen da sind?

Könnte man dieses Merkblatt nicht an der Uni ausstellen?

Könnte man nicht einen oder zwei Tage in der Woche ein Büro nur für Studierende festlegen, damit die Masse der Studierende am Anfang jedes Semester den Flur nicht „schwärzer“ macht, als es ist?

Könnte man nicht eine/n Mitarbeiter/in für einen Tag in der Uni platzieren, wie dies in Kassel gemacht wird, damit die Studierende (in Marburg aus 143 Nationen) direkt an der Uni aus erster Hand informieren?

Könnte man nicht dadurch vermeiden, dass viele Ausländer unnötiges Geld für „Fiktionsbescheinigungen“ zahlen müsste. Inzwischen redet man von Einnahmequellen der Stadt Marburg. (Die Stadt hat wenig Geld und ist auf Einnahmen angewiesen, heißt es unter den Migranten.)

Könnte man nicht gerade bei ausländischen Migranten, die ohnehin mehrere Jahre hier sind, längerfristiger Aufenthaltstitel vergeben, um dadurch 1. die Kosten für die Studierende zu reduzieren und 2. zu weniger Kundenaufkommen herbeiführen?

Die wichtigste Frage an dieser Stelle ist, in wieweit die Ausländerbehörde Marburg von den so genannten Ermessensentscheidungen gebraucht macht, um die Kundenzufriedenheit zu erhöhen?

Wenn der Oberbürgermeister die inneren Abläufe der Ausländerbehörde durch eine externe Kommission überprüft, gehört eine Umfrage unter den „Kunden“ der Ausländerbehörde unbedingt dazu. Denn kaum ist jemand in der Lage, die Situation der Kunden besser zu beschreiben, als sie selbst.

Die Arbeitsagenturen haben viele Probleme auch für ihre eigenen Mitarbeiter/innen lösen können, erst als sie die Kunden über ihre Erfahrungen mit den Agenturen befragt haben. Heute gehört der Stand der Kundenzufriedenheit zu den Kernelementen der statistischen Umfragen der Arbeitsagentur.

Was eine solche große Behörde geschafft hat, müsste auch für eine „kleine“ Behörde möglich sein.

Die Wege der Kundenbefragung sind vielfältig. Es gibt auch kostenneutralere Wege, wie Feedbackbogen, telefonische Umfragen und Onlineumfrage in anonymer Form.

Auch hier und auch an dieser Stelle können die Leser/innen ihre Erfahrungswerte mit der Ausländerbehörde Marburg wiedergeben. Durch ein Kommentar, welches anonym erfolgt, können Sie ihre Erfahrungen schildern, und so zur Verbesserung der Situation beitragen.

Die Kunden und die Mitarbeiter/innen der Ausländerbehörde sind beide die BETROFFENE von der jetzigen Situation. Die erste in den Warteschlangen, mehrtägiges Kommen und Gehen und die zweite in den engen Räumen und Arbeiten unter enormen Drück.

Auch kleine Schritte in richtige Richtung können viel Erleichterung erzeugen, wenn alle Seiten dazu bereit sind.

Ich freue mich über Ihre Rückmeldungen. Bitte tragen Sie Ihre Erlebnisse als Kommentar ein.

Herzlichen DANK

 

 

 

 

 

 

10 Responses to “Mehr Unterstützung für die Ausländerbehörde Marburg!”

  1. Farah Elshammaa sagt:

    Neben die erwähnten lange Wartezeiten gehen die Angestellten nie ans Telefon dran wenn sie Telefonsprechstunde haben, Emails werden auch nicht beantwortet. Und wenn dann ziemlich knapp und respektlos.

    Mein Vorschlag wäre, dass man an der Uni vllt. im International office eine Außenstelle für die Ausländerbehörde macht (wie an der FU Berlin z.B.) wo Studies ihre Unterlagen abgeben können um Ihr Aufenthaltserlaubnis verlängern bzw. beantragen zu können.

    Eine webseite wo man Termine reservieren kann, damit die lange Wartezeiten vermieden werden.

    Ein Mitarbeiter haben, der für die telefonische Sprechstunde zuständig ist.

    Danke.

  2. Maryam sagt:

    Lieber Herr Malmaensh,
    vielen Dank für Ihre Mühe.

    Ich habe zu diesem Thema viele Erlebnisse, die ich erzählen kann.

    Vom ersten Tag, als ich nach Marburg kam, bis ich endlich meinen Aufenthaltstitel bekommen könnte, müsste ich mehrmals zur Ausländerbehörde gehen. Allein vier Mal gab es Fehler bei der Ausstellung meiner Aufenthaltskarte. Irgendwann war ich so sauer, dass ich protestierte. Ich musste jedes Mal einen ganzen Tag für eine Vorsprache bei der Ausländerbehörde verwenden.

    Im Moment bekomme ich allein von Gedanken, wieder dorthin gehen zu müssen, Bauchschmerzen.

    Gerade letzte Woche war ich dort und man hat mir lediglich für restliche zweimonatige Aufenthatserlaubnis habe ich für die Ausstellung einer Aufenthaltkarte 80,- Euro zahlen müssen. Auf die Frage, ob man mir für diese zwei Monaten eine Fiktionsbescheinigung geben könnte, um in zwei Monaten eine erneute Aufenthaltskarte bekommen kann, verneinte man dies und sagte, das könne man nicht tun, denn Fiktionsbescheinigung für Sonderfälle sei. Ich kenne andere Fälle, wo es in vergleichbarer Situation möglich gewesen ist.

    Um allein in der letzte Woche dort vorsprechen zu können, müsste ich fünf Mal dorthin gehen, um überhaupt eine Marke ziehen können.

    Verletzend und beschämend fand ich die Tatsache, dass nun zwei Sicherheitskräfte dort stehen, damit die Besucher ein Ticket ziehen können.

    Das gab früher nicht und wenn heute die Situation es erforderlich macht, musste man sich fragen, ob es nicht eine andere Lösung geben könnte, wie Sie hier in ihrem Artikel beschrieben haben.

    Ich kenne von meinem Umfeld auch von viele Fälle, wo Studierende Marburg am liebsten verlassen wollen.

    Das von ihnen erwähnte Problem, dass jeder Mitarbeiter nach andere Unterlagen fragt, bzw. andere Nachweise anfordert, habe ich auch selbst erlebt.

    Ich hoffe, die Stadt Marburg handelt in dieser Sache.

    Vielen Dank
    Maryam

  3. Mahin sagt:

    Ich habe heute früh um 6:45 Taxi genommen und bin zur Ausländerbehörde gefahren. Als ich dort ankam, warteten bereits mehrere Leute dort hinter der Tür. Ein uniformierter Mann stand da und sorgte, dass leute nach einander eine Nummer bekommen.

    Ich habe Arbeitsvisum. Ich muss wieder dorthin gehen, weil ich noch einmal eine Bescheinigung von der Versicherung haben muss, obwohl mein Chef für mich die Versicherung zahlt. Und ich muss wieder ein Foto abgeben.

    Das bedeutet, ich muss wieder einen Tag Urlaub machen. Sehr früh morgens hinfahren, damit ich nur diese zwei Sachen abgeben kann.

    Wenn ich das per Post machen könnte, müsste ich keinen Urlaub nehmen. Und ich müsste keine Nr. ziehen und drei Stunden warten, um das jemanden zu geben.

    Ich hoffe, Ihre Lösungen werden gehört.

  4. faezeh Zehtab sagt:

    Lieber Herr Malmanesh,
    Am Freitag den 06. Januar 2017 habe ich die Ausländerbehörde aufgesucht, um eine Verpflichtungserklärung (Einladung) für meine Mutter zu bekommen. Ich habe zuvor von vielen gehört, möglichst früh dort zu sein. Infolgedessen war ich gegen 7.00 Uhr vor Ort, wo bereits fünf Personen vor mir vor der Tür warteten. Um 7.30 Uhr wurden wir hineingelassen und um 8.00 Uhr durften wir eine Nummer ziehen bzw. gaben uns zwei Männer die Nummern, wobei einer so aussah wie einer aus dem Sicherheitsdienst, was ich ziemlich unangenehm empfand, wie eine kriminelle behandelt zu werden.
    Mein Anliegen wurde um 8.30 uhr erledigt. Allerdings konnten die Personen, die nach 8.20 kamen, keine Nummer mehr ziehen. Dies empfand ich äußerst ungerecht. Eine Anregung meinerseits wäre, eine Möglichkeit zu schaffen im Internet vorab einen Termin zu vereinbaren. Dies würde uns Ausländern viel Zeit einsparen und man müsste sich nicht bei der Kälte stundenlang vor der Tür anstellen. Zudem würde es auch in organisatorischer Hinsicht für die Mitarbeiter/innen die Arbeit entlasten.
    Liebe Grüße,
    Faezeh Zehtab

  5. Zeinab sagt:

    با سلام آقای مال منش
    من در تاریخ ۶فوریه به آلمان اومدم و پروازم به دسلدرف بود.توی فرودگاه وقتی میخواستم وارد دسلدرف بشم پول منو چک کردن و من اون موقع ۹۱۰۰ یورو همراهم بود واین بیشتر از اون پولی بود که میبایست همرام باشه،بعد از اون من بلیط قطار گرفتم به ماربورگ و از زمان ورودم بهرماربورگ مجبور شدم یه قسمت از پولمو خرج کنم،که به تفکیک میشه ۳۱۸ یورو برای ثبت نام دانشگاه ،۲۳۰ یورو برای کلاس زبان ،هزینه بایط اتوبوس شهری و خرید مواد مایحتاج روزانه،وقتی رفتم اداره Ausländerbehörde نامه ای به من دادن که ببرم بانک و حسابمو بلاک کنم و بعد از اون بتونم کارت اقامتمو بگیرم.امروز که به سختی تونستم از کلاس اجازه بگیرم و برم بانک ،کارمند بانک گفت نمیتونه کار منو انجام بده چون من پول کمتری از ۸۶۴۰ یورو توی حسابم هست وقتی من توضیح دادم که مجبور بودم بخاطر کلاس ها و خرید ها یه مقدار از پولمو خرج کنم گفتش که این موضوع به اونها ربطی نداره و باید دوباره برم
    Ausländerbehördeو این مسله رو به اونها بگم و بانک هیچ کاری برا من نمیتونه انجام بده.این واقعا برا من و چندتا از دوستای دیگه من که دقیقا همین مشکل رو دارن خیلی سخت هست چون ما اینجا دسترسی به مبلغ بیشتر نداریم و سفارت آلمان توی ایران هم به ما نگفته بود باید مبلغ بیشتری همراهمون باشه و مشکل دیگه اینه که ما کلاس هامون شروع شدده و نمیتونیم غیبت کنیم .برای رفتن به Ausländerbehörde دقیقا از ساعت ۶ صبح تا ۱۱ الی ۱۲ باید وقت بداریم.
    ممنون از شما

    Übersetzung durch Admin

    Hallo Herr Malmanesh,
    am 06. April bin ich in Deutschland angekommen. Mein Flug war nach Düsseldorf. Bei der Einreise am Düsseldorfer Flughaben hat man mein Geld, (was ich mit hatte) nachgeprüft. Dabei habe ich 9100,- Euro und das war mehr als den vorgeschriebenen Betrag, welches ich mitbringen müsste. Von dem Geld zahlte ich meine Zugfahrkarte nach Marburg und seit dem ich hier bin habe ich auch einige Ausgaben in Marburg gehabt. Um diese aufzuzählen: Es waren 318,- Euro für die Anmeldung an der Uni, 230,- Euro für die Anmeldung für den Sprachkurs, sonst auch für die Visa karte bei der Ausländerbehörde, Monatskarte für den Stadtbus, sowie sonstige Sachen für den Alltag. Die Ausländerbehörde gab mir dann einen Brief für die Sparkasse Marburg-Biedenkopf, wo ich ein Sperrkonto einrichten müsste. Heute habe ich mit enormer Anstrengung von meinem Kurs frei bekommen, um zur Bank zu gehen. Als ich dort ein Sperrkonto einrichten wollte, sagte der Bankmitarbeiter, es müssen 8640,- Euro sein. Als ich ihm erklärte, dass ich von meinem Geld auch Ausgaben hatte, sagte er, es gehe ihn nicht an, ich sollte zur Ausländerbehörde gehen und dies mit ihnen klären. (Er fügte hinzu) er könne für mich nichts tun. Andere Studierende haben das selbe Problem gehabt. Es ist für uns nicht einfach hier so schnell zum Geld zu kommen. Die Deutsche Botschaft im Iran hat uns auch mit keinem Wort erwähnt gehabt, dass wir mehr als dies mitbringen sollten. Wieder ein Tag zur Ausländerbehörde bedeutet von 6 Uhr bis 12 Uhr dort zu stehen, um einen Brief zu bekommen. Ich kann auch nicht in meinem Kurs einfach so fehlen.

  6. Anonym sagt:

    Lieber Herr Malmanesh,
    hier möchte ich Ihnen einige von meinen Freunden sowie miener gesamelte Erfahrungen bei Ausländerbehörde mitteilen. Ich bin im April 2015 in Deutschaland angekommen, und nachdem ich ein Zimmer zu mieten gefunden hatte, habe ich mich bei Ausländerbehörde gemeldet(etwa 1 Mai). Nach 7 Monaten habe ich erst mein Aufenthaltstitel bekommen, und während dieser 7 Monaten habe ich 3 Mal Fiktionbescheinugung beantragt und dafür jedes mal 20 Euro bezahlt, das ich für unfair halten kann. Dann habe ich mich darüber gefreut, dass ich endlich meinen Aufenthaltstitel bekommen, als ich ein Email von Ausländerbehörde bekommen habe. Als ich meinen Aufenthaltstitel abgeholt habe, habe ich bemerkt, dass meine Aufenthaltstitel bis zum April 2016 gültig ist. Das heißt, in einem Jahr habe ich 140 Euro für meinen Aufenhalt bezahlt!
    noch drei Freunden von mir, die im Oktober 2016 angekommen sind, hatten auch genau die selbe Erfahrung bei Ausländerbehörde. aber sie haben hoffnetlich viel früher Ihre Aufenthaltstitel bekommen, nur hat dies Verfahren vier Monaten gedauert!!
    Weiterhin danke ich Ihnen im Voraus für Ihre Berücksichtigung unserer Probleme.
    Liebe Grüße

  7. s.z sagt:

    سلام آقای دکتر مال منش،
    قبل از هر چیز، قدردان تمام تلاشهای شما در راستای بهبود شرایط خارجی ها در شهر هستیم.

    تا جایی که بنده اطلاع دارم، پایان بردن دوره دکتری در آلمان، تضمین کننده اجازه اقامت به مدت حدود یک سال ونیم بعد از پایان تحصیلات می باشد، گه معمولا فرصتی است برای پیدا کردن کار جدید. اما در مراجعه اخیر بنده به اداره مهاجرت به همین منظور، متوجه شدم که اصلا این موضوع در نظر گرفته نمی شود و تمدید ویزا فقط تا زمانی که استاد راهنما مشخص کرده انجام می شود و حتی تهیه پشتوانه مالی مورد نیاز و کافی (که می تونه از طرف اداره کار باشه) هم شرایط رو عوض نمیکنه.

    این در حالی است که داشجو هایی که قرارداد کاری دارند حین دوره دکتری، چیزهایی مثل مالیات، بیمه بیکاری و … رو پرداخت میکنند.

    با تشکر

  8. Fateme sagt:

    Lieber Herr Malmanesh,
    in letzte sechs Monaten hatte ich sehr schlechte Erfahrung mit dem Aachen Ausländeramt. Ich und mein Ehegatter hatten vor, unsere Eltern für ein paar Wochen hier einzuladen, damit hatten wir aber viele Schwirigkeiten. Erstmal mussten wir ein Verpflichtungserklärung ausfühlen und diesem Unterlagen mitnehmen:

    „Bitte bringen Sie folgende Unterlagen einschließlich des vollständig ausgefülltes Vordrucks „Angaben zur Verpflichtungserklärung nach § 68 AufenthG“ (siehe Download unter Infostelle) zu Ihrem Termin mit:

    -Personalausweis / Reisepass
    -mindestens noch sechs Monate gültiger Aufenthaltstitel
    -Mietvertrag
    bei Wohneigentum: den letzten Grundbesitzabgabenbescheid oder notar. Urkunde

    bei Arbeitnehmern:
    -Arbeitsvertrag (mind. noch 6 Monate gültig) bzw. aktuelle Arbeitgeberbescheinigung (siehe
    Download unter Infostelle)
    -Lohn- bzw. Gehaltsabrechnungen der letzten 3 Monate (auch des Ehegatten) “

    In unserem erste termin im Januar mit Ausländerbehörde erfüllten wir alle gennanten Voraussetzungen. Sei akzeptiert aber nicht Arbeitsvertrag von mein Man. Sie behaupten, dass der keine Originale war. Total Quatsch! Weil genau ein Monat Vorher er mit dem Vertrag seine Visum verlängert könntest. Wir glauben aber die Behauptung und bringen in unserem nächsten Termin noch ein andere Brief von Arbeitgeber. Das wird nochmal nicht akzeptiert! Dann im dritte Termin, während er ein neue drei jährige Vertrag hat, sagen Sie uns, dass der Aufenthaltserlaubnis von meinem Man nicht mehr als 6 Monat gültig ist! Klar, aber das war nicht unsere Schuld. Auf jeden Fall verlängert er sein Visum bis 2020 und dann in dem Letzte Termin verhalten sie so Schlecht, dass wir niemals gesehen haben. Ich denke, wenn sie verstanden haben, dass alles total in Ordnung ist und sie noch kein Vorwand vorbringen kann, so böse werden. Die Angestellter behauptet zufällig, dass sie kein Englisch sprechen kann und sagt, dass mein Man Deutsch gelernt haben musste! Sie spricht nicht, sondern ihn anbrüllen! Sie faust auf den Tisch, immer wenn er eine kleine hatte! „Wiso wissen sie das nicht?“, sagt sie.
    Endlich nach 6 Monaten bekommen wir die Verpflichtungserklärung, auf solche schlechte Benehmen aber können wir nicht verzichten. Nun würde ich ihnen fragen, wie können wir sich darüber beschweren?
    Vielen Dank für ihre Antwort im Voraus
    Herzliche Grüße
    Fateme

  9. admin sagt:

    با سلام!
    در مجموع آنچه که اینجا به عنوان پاسخ بیان میگردد حتما تضمین قانونی ندارد. زیرا امروزه قانون در مواردی زودتر از خود قانونگذار تغییر میابد.

    اشخاصی که مدرک فوق لیسانس را در آلمان گرفته و حتی برای مدت کوتاهی از قانون اقامت کاریابی استفاده کرده اند و بعد از آن وارد مرحله دکترا شده باشند، بعد از پایان دوره دکترا دیگر حق استفاده از این قانون اقامت کاریابی را ندارند. به این ترتیب بایستی بلافاصله بعد از اتمام دوره دکترا وارد بازار کار شوند.

    در بعضی از اداره جات موقعیت شغلی دوره دکترا با توجه به پرداخت بیمه بیکاری و سایر بیمه ها و مالیاتها بر اساس نوع اقامت بند ۱۶ قانون به عنوان دوره کاری مثل بند ۱۸ به حساب آورده نمیشود.

    من به شما توصیه میکنم همیشه آنچه که تصور میکنید حق شماست به صورت رسمی با پر کردن فرم مربوطه تقاضا نمایید. در این مورد تقاضای درخواست اقامت کاریابی به مدت ۱۸ ماه.

    در برخی اوقات نظر کارمند اداره خارجیها در اصل خیر است. امکان این هست که ایشان در نظر دارند استفاده از نوع دیگر ویزا را به تاخیر بیندازند تا شما فرصت کاریابی بیشتری داشته باشید. این بخصوص در صورتی است که ایشان به شما بکویند که بعد از این اقامت نوع اقامت کاریابی به شما تعلق خواهد گرفت.

    در ضمن این نوع اقامت زمانی شامل شخص خواهد شد که پایان نامه را ارائه داده باشد و مدرک فارغ التحصیلی را نیز دریافت کرده باشد.

    متاسفانه یک سری تضادهای زیادی بین قوانین در مابین وزارتخانه های مختلف در آلمان مشاهده میگردد.

    وزارت خارجه میدهد، وزارت کشور پس میگیرد.
    وزارت کار میدهد، وزارت کشور پس میگیرد.

    آنچه آلمان را ولی از بسیاری از کشورهای دیگر مجزا میسازد حق شهروندیست.
    شما در صورتی که رسما تقاضایی را ارائه نمایید یا شکایتی را کتبا به اداره ای بدهید مدیریت اداره موظف است به شما پاسخ قانونی بدهد. پاسخی که در برابر دادگاه قابل بحث باشد.

    توصیه من به تمام دوستان ایرانی این است.
    ۱ در هر اداره ای و در هر سفارتی که با شخصی صحبت میکنید، اسم و مشخصات کارمند را بپرسید و یاداشت نمایید.
    ۲ بعد از بیرون آمدن از محیط ساعت و روند صحبت و برخورد را یاداشت نمایید. (پروتوکل یادآوری)
    ۳ قبل از رفتن به اداره ای در مورد حقوق خود از آنچه میخواهید کسب اطلاع نمایید. امروزه گوگل همه چیز را به شما میگوید. تجربه شما را صدها نفر دیگر داشته اند و کافیست اگر دو یا سه نفر آن را آنلاین در اختیار گذاشته باشند.
    ۴ بسیاری از نظرات کارمندان را به طور کتبی از آنها بخواهید. (متاسفانه در آلمان یک قانون وجود دارد که قابل بحث است: اگر نظری را کتبی خواستید باید تقاضای کتبی بدهید و برای پاسخ به آن احتمالا باید هزینه ای بدهید.)

    ارادتمند
    مال منش

  10. admin sagt:

    Guten Tag,
    kein Beamter und keine Beamtin darf einen Menschen hier in der Bundesrepublik Deutschland unhöflich behandeln. In Ihrem Fall geht es um eine einfache Einladung von Familienangehörigen. In vielen Fällen ist es ausreichend, wenn man angibt, dass die Familienangehörigen selbst die Kosten für die Reise übernehmen. Beim Interview bei der deutschen Botschaft in Teheran müssen sie dies lediglich mitteilen und festlegen, wie viel Geld sie mitbringen können. Selbst die Höhe des Betrages ist gesetzlich mit einem Tagessatz festgelegt. Dies wird ihn ihrem Pass neben dem Visum vermerkt. Bei der Einreise müssen sie das Geld bei der Passkontrolle zeigen. So wird auch bei Studierenden vorgegangen.
    Eine Kostenübernahme durch die einladende Person ist also an sich nicht unbedingt nötig. Wenn Sie der Behörde einen Arbeitsvertrag vorlegen, der selbst als Grundlage für eine Verlängerung des Visums gedient hatte, müsste eine Kopie des Vertrages in Ihrer Akte vorhanden sein.
    Ich bedauere die Vorgehensweise der Angestellten der Ausländerbehörde in Aachen sehr.
    Sie haben das Recht, dagegen eine Fach- und Dienstaufsichtsbeschwerde bei der Amtsleitung einzulegen. Eine offizielle Beschwerde stellt bei einer Behörde einen Verwaltungsakt dar und dem muss nachgegangen werden. Das heißt, der Vorgesetzte muss Ihnen eine Rückmeldung darüber geben, warum Sie so behandelt wurden. Dies muss rechtlich begründet sein.

    Ich empfehle Ihnen, von Ihrem Recht Gebrauch zu machen. Legen Sie bitte eine offizielle Beschwerde ein. Dass eine Einladung von Angehörigen über sechs Monate dauert, ist unvorstellbar.

    Ich wünsche Ihnen dabei viel Erfolg.

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